Doro Ottermann

April 20, 2012 § Ein Kommentar

Wenn zwei sich mal gekannt haben. Weil sie aus dem gleichen kleinen Örtchen kommen. Wo man sich auf jeden Fall kennt. Wenn man sich gemocht hat, aber dann, aber dann weggezogen ist und sich natürlich aus den Augen verloren hat. Wie das Leben halt so ist.

Aber wie ist das dann, sich nach zehn Jahren „wieder zu finden“? Über das Bloggen? Überraschend und ganz erstaunlich? Ich finde: Toll ist das. Und wenn die Wiedergefundene inzwischen auch noch Illustratorin geworden ist und so fantastisch schöne Dinge aus ihrem Stift strömen lässt? Dann muss ich Ihr auf jeden Fall ein paar Fragen stellen und die Antworten hier mit Euch teilen.

Was hast Du Dir diesen Frühling Schönes vorgenommen?

Worüber hast Du Dich in der letzten Woche sehr gefreut?

Morgens am neuen Tag brauchst Du…
Was magst Du in Deiner Wohnung am Liebsten?
Was ist Dir bei Deinen Illustrationen wichtig?
Wie arbeitest Du?
Danke, Doro, für Deine Antworten!
Doro Ottermann ist Illustratorin in Hamburg. Wenn Ihr mehr von ihren Zeichnungen sehen möchtet, schaut mal rüber auf ihren Blog dorobot.
Lieber etwas in den Händen haben? Doro ist Autorin des wunderbaren Ankreuztagebuchs. Ob der Tag nicht so gut ist, wie viel Du gelacht hast, worüber Du nachgedacht hast. All das kann man hier ganz einfach im Blick behalten. Ich habe es schon mehrfach verschenkt und kann es Euch sehr empfehlen!
(Alle Bilder: Doro Ottermann)
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Baumeln. Säumen. Idlen.

April 9, 2012 § 5 Kommentare

Ostern 2012

Wie schön ist es eigentlich, nichts vor zu haben? Ein paar Tage einfach die Seele baumeln lassen. Spazieren gehen, reden über Herzbewegendes und Nichtiges. Albern sein. Ausschlafen. Ganz viel kochen und essen – nichts Kompliziertes, aber dafür Leckerstes. Neue Gaumen-Lieblinge für die Evergreen-Liste: Eingelegte rote Zwiebeln zu diesem Bohnensalat. Nichts könnte besser schmecken! Freunde zu Besuch haben. Lachen bis zur Heiserkeit. Osterfrühstück mit Rührei – und dem ersten Schnittlauch aus dem Garten. Gibt es Schnittlauch, der besser schmeckt? Natürlich nicht, wer hätte es gedacht. Filme und Serie anschauen, anstrengende und einfach unterhaltsame, mit schnurrender Katze auf dem Bauch. Ganz viel lesen. Einen heiß geliebten Klassiker wieder entdecken. Vom Liebsten Johannisbeer-Streuselkuchen gebacken bekommen. Über den Regen freuen. Hoffen, dass es mehr werden wird. Im Garten in der Sonne sitzen. Sogar etwas Unkraut jäten und rumpüddeln! Eines meiner Lieblingsworte, wusstet Ihr das schon?

Ich hoffe, Ihr hattet und habt auch ganz wunderbare Feiertage und genießt die freie Zeit.

Feiertagsgrüße und bis bald…

Wer sich fragt, was idlen heißt – hat keinen Gamer-Freund und wird hier informiert.

Frage-Foto-Freitag

März 23, 2012 § 14 Kommentare

Es hat mich schon längst in den Fingern gejuckt. Und heute schaffe ich es endlich, bei Steffis und Okkas Foto-Frage-Freitag mit zu machen… Wie das geht? Einfach die Fragen der beiden mit Fotos beantworten, ganz klar! Macht Ihr auch mit?

1. Was bringt Dich zum Lächeln?

Der verrückte Kater

2. Ein Erbstück?

Ring

3. Wie fühlst Du Dich heute?

Säen

4. Dein Lieblingseinkauf des Monats?

Wachteleier

5. Deine Bücher?

Gartenbuch

Mehr Antworten zeigt Euch Mr. Linky!

Unterwegs sein.

Oktober 26, 2011 § Ein Kommentar

Unterwegs sein. Sich bewegen, in Bewegung bleiben. Einen Schritt nach dem anderen. Wohin führt der Weg? Was sehe ich flotten Schritts oder langsam flanierend am Wegesrand? Was rieche, schmecke, höre ich? Wer begegnet mir? Wer begeistert mich, wer erschreckt mich, wer ist mir egal? Wie beeinflusst mich das? Und warum ist das so?

Fragen, die mich bewegen, die mich unterwegs sein lassen in meinem Leben. Ich habe das Glück, umgeben zu sein von Personen, die solche Fragen auch fesseln. Immer spannend ist es für mich, von fremden Personen zu hören, die ähnliche Fragen bewegt. Darum, glaube ich, begeistert mich Wend Kässens Buch Das Große geschieht so schlicht. Unterwegs im Leben und Schreiben so sehr.

Wend Kässens, unterwegs in der deutschen Literaturszene seit langer Zeit, hat für dieses Buch deutschsprachige Schriftsteller zum Thema unterwegs sein interviewt. Keine Interviews mit  Fremden meint man zu lesen, sondern Gespräche mit einem Vertrauten – der auch dort nachbohrt, wo es nicht immer angenehm ist. Clemens Meyer, Ingo Schulze, Juli Zeh und andere mehr lassen in diesen Gesprächen Einblicke zu, die man so nicht erwartet. Wer inspiriert mich, fragen sie sich im Gespräch, woher nehme ich meine Kraft? Welche Künste inspirieren mich, und warum? Wie stehe ich zur Stadt, zur Natur? Zu Klischees wie der Naturschönheit? Was bedeutet die politische Bewegung, das politische unterwegs sein, die Literatur für mich? Und wo sehe ich mich da?

Dieses Buch trifft zwei verschiedene Interessen und bringt sie zusammen: Wer sich für die Fragen des Lebens interessiert, wird spannende, unerwartete Antworten finden. Und – ganz nebenbei – viele Anregungen finden, was er denn in der deutschsprachigen Literatur dazu lesen könnte. Meine Leseliste jedenfalls ist sehr lang geworden, nachdem ich diese Interviews las. Wer sich für die deutschsprachige Literatur interessiert, wird Hintergründe und Einblicke bekommen, die nur jemand wie Wend Kässens erfragen kann: Jemand, der ernsthaft fragt und ernsthaft interessiert ist – und von dem die Interviewten wissen, dass er sorgsam mit ihren Worten umgehen wird.

Ein Buch, das einen inspiriert, erfrischt und auch nachdenklich zurück lässt. Man beginnt, sich Fragen über das eigene Leben zu stellen: Über Trippelschritte, Umwege, Auf-der-Stelle-Treten, Kurven. Die Bücher sind für mich die gelungensten, die einen nicht mit einem Ausrufezeichen von der letzten Seite entlassen, sondern mit diesem Fragezeichen, das von den letzten Seiten entkommt und einem in das eigene Leben hinein folgt. Dieses Buch ist eines davon.

{Bild: Corso Verlag}

SCHEISSE, WAS KOCH ICH HEUTE?

Oktober 19, 2011 § 5 Kommentare

Das muss einfach in Großbuchstaben geschrieben werden. Über Corrisande bin ich auf diese tolle Seite gestoßen. Foodblogs gibt es ja genug. Und viele, bei denen ich auch regelmäßig lese. Das hilft mir allerdings nicht immer dabei, die Entscheidung zu treffen, was es denn nun wirklich geben soll.

 

Die Idee ist einfach: Zufällig wird der Link zu einem leckeren Rezept auf einem Foodblog angezeigt. Wenn es einem nicht zusagt, wird halt der nächste Vorschlag angeschaut. Ich bin begeistert von der Idee, von der einfachen Umsetzung und von vielen vielen neuen Rezepten. Gleich mal ein paar meiner eigenen verlinken. Das geht nämlich auch. Ach ja, und ein Buch über den leckeren Scheiß gibt es inzwischen auch.

Fast Food? Ja, bitte. Bitte jetzt gleich!

September 29, 2011 § 12 Kommentare

Ich bin verliebt. Sehr verliebt. In ein – ja, in ein Buch. Ein Kochbuch, genauer gesagt. Ich lese morgens drin (jetzt), mittags vor dem Essen, abends nach dem Essen. Zwischendurch, wenn fünf Minuten Zeit sind.

Das Buch, von dem ich rede, ist Leon – Natürlich Fast Food. Verfasst wurde es von Henry Dimbleby und John Vincent, den Besitzern der Leon Restaurants in London (ich will sofort nach England!!!). Schaut Euch die Website an, dann bekommt Ihr einen Eindruck des Buchs. Es ist einfach nur – seufz. Es ist unglaublich inspirierend, alltagstauglich, alltagstauglich, alltagstauglich, wunderschön gestaltet, sehr persönlich (Familienfotos aus den 70ern! Reisegeschichten á la „dieses Rezept entdeckte Hattie, als sie 1975 in Indien bei…“).

Zugegeben: Einige der Rezepte hätte ich nicht benötigt. Ich bin keine Kochanfängerin und weiß, wie ich ein schnelles, gesundes Abendessen kochen kann. Einige der Rezepte hingegen brauche ich sehr dringend. Und nicht nur ich. Auf jeder zweiten Seite höre ich mich innerlich „Hach!“ und „Au ja!“ und „Könnte ich nicht morgen Zwiebelmarmelade kochen…?“ jubilieren und sehe mich mit einem breiten Grinsen in der Küche auf und ab hüpfen. Wie gesagt: Inspirierend, Vorsicht!

Ganz neu ist das Buch nicht mehr, die deutsche Ausgabe gibt es seit März. Ich hatte bis jetzt noch nichts davon gehört und bin beim Stöbern im Buchladen darauf gestoßen. (Bekenntnis: Nein, das stimmt nicht. Es war, als ich den Geschmacksthesaurus auf Empfehlung von Julie bestellte. Ähem. Bei so viel Lobpreis kann ich nicht daran vorbei.)

Wer also von Euch mehr Rezepte für leckeres Essen mit unter 20 Minuten Zubereitungszeit braucht: Hier findet Ihr sie. Wer ein bisschen Mut braucht, um Rezepte mit langer Garzeit (fünf Stunden, zwölf Stunden) und kurzer Zubereitungszeit braucht: Die findet Ihr hier auch. Wer einfach nur eine bunte Bilderexplosion zwischen 70er Jahre-Farben, Pinnwand und Familienalbum braucht: Ihr seid richtig. Wer schon immer mal Salami selbst machen wollte, aber nicht wusste, wie – auch richtig! Denn es geht nicht um ein schnelles Sattwerden, sondern um Genuss. Genuss im Alltag und um den Stups, den man vielleicht doch braucht, um einen ganzen Nachmittag mit Salamiherstellung zu verbringen. Hab ich wirklich die Zeit dafür, lohnt sich das? Nimm Dir die Zeit. Es lohnt sich. Auf jeden Fall.

Oh, wie hold war es mir, das Flohmarktglück! Und Glückspaket Nr. 1…

September 17, 2011 § 11 Kommentare

… denn ich bin inzwischen stolze Besitzerin einer ziemlich anständigen Sammlung von Kerzenhaltern von Nagler! Schaut selbst! Inspiriert von Merles tollem Fund habe ich diesen Flohmarktsommer die Augen offen gehalten. Nachdem ich vor einiger Zeit schon zwei Nagler-Kerzenhalter gefunden hatte (2€) sowie zwei, die leider nicht dazu passten (3€), habe ich heute 11 Nagler-Kerzenhalter für sage und schreibe 3 € zusammen gekauft. Und das ist das Ergebnis, ich freu mich!

Und was da als Unterlage dient – dazu in den nächsten Tagen mehr!

Ansonsten möchte ich auch ein kleines Glückspaket zum Wochenende schnüren, à la Steffi und Okka, die letztes Wochenende mit dieser wundertollen Idee rausrückten. Auch wenn heute schon Samstag ist…

1. Glücklich gemacht hat mich dieses Wochenende schon der Flohmarktbesuch. Außer tollen Funden gibt es einen neuen Stand, die unglaublich leckere Chebureki verkaufen! Mit den leckersten Füllungen: Kartoffel-Käse, Champignon-Käse, Hackfleisch, Salami-Käse… Ich bin begeistert! Ab sofort gehört das Chebureki-Essen zum samstäglichen Flohmarktritual.

2. Ich habe ein neues Buch entdeckt: Das Buch der Rose von Petra van Cronenburg. Also neu ist es nicht, es kam schon 2008 auf den Markt. Ich habe schon angefangen zu lesen – und kann nicht mehr aufhören. Eine Kulturgeschichte der  Rose, die alle begeistern wird, die etwas für diese Blume übrig haben. Damit setz ich mich gleich in den Garten, so lange die Sonne noch scheint. Außerdem bin ich ganzganz stark versucht, mir den Geschmacksthesaurus zu kaufen, den Julie empfiehlt. Hach klingt das verheißungsvoll…

3. Heute möchte ich Seife kochen. Nachdem ich in den hiesigen Apotheken wie eine potenzielle Bombenbastlerin angeschaut wurde, als ich Natriumhydrxid kaufen wollte, habe ich es im Internet bestellt und heute bei der Post abgeholt. Ich bin extrem gespannt, wie das wohl werden wird.

Hach, schön wirds werden! Ich wünsche Euch allen ein wunderbares Wochenende mit Eurem ganz persönlichen Glückspaket.

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