Es wird Zeit für alte Uhren

März 4, 2012 § 4 Kommentare

Der Frühling geht mir auf den Wecker! Das war gestern offenbar das Flohmarkt-Motto. Uhrenfund eins ist, finde ich, wirklich etwas ganz Besonderes. Nach jahre- und jahrelangem Flohmärkte-Durchstreifen habe ich so eine Uhr noch nie gesehen. Kann jemand von Euch etwas dazu sagen? Es ist eine schwere metallene Tischuhr. Sehr schlicht. Geformt wie ein Achtelstück einer Kugel (wenn man sich das jetzt vorstellen kann). Sie ist aus Zinn, das steht auf dem Stempel – auf dem ansonsten noch eine Waage abgebildet ist. Ein Rätsel!

Außerdem fand ich endlich eine Vintage-Küchenuhr, ungefähr aus den 60er Jahren. Kein Markending, auch nur aus Plastik und nicht Keramik. Aber absolut funktionstüchtig, schlicht und mit Schlüssel. Sie ist schon in Betrieb genommen und tickert in der Küche.

Und dieser Holzfisch schwamm zu mir. Er ist im wahren Leben ein Nussknacker und ich bin jetzt schon ganz hingerissen.

Leuchtende Flechten.

Februar 12, 2012 § 6 Kommentare

Am Wegesrand ein alter Holunder, der der Kälte nicht mehr stand hielt. Ein großer, knorriger Ast brach. Über und über mit Flechten bezogen, die so wunderbar in der Sonne leuchten. Die Farben sind unbeschreiblich. Ein paar Äste zieren hie und da die Wohnung. Wenn sie auch draußen einfach mehr Strahlkraft haben – ich liebe die Struktur dieser Äste.

Die ersten Bilder: Ein Ast in einer  Vintage-Vase im Wohnzimmer. Die letzten beiden: Äste und kleine Globen als Tischdeko für ein Essen mit Freunden.

P.S.: Ihr lieben Bloggerinnen. Bitte entschuldigt, dass ich momentan bei so vielen von Euch nicht kommentiere. Momentan kann ich von meinem Rechner aus nur bei WordPress kommentieren, bei allen anderen Blogs gibt es Probleme. Ich versuche das Problem zu finden und zu lösen. Und ich lese – nur kommentieren, das geht einfach nicht…

Tolles, schnelles Tutorial: Starburst Clock

Januar 20, 2012 § Ein Kommentar

Überall auf den Einrichtungsseiten im Internet entdecke ich sie momentan: Starburst Clocks, Designs von George Nelson oder ähnliche. Ich finde sie wunderschön und überlege, eine fürs Arbeitszimmer zu kaufen.

Wie groß war da die Freude, als ich auf LA’s wunderbarem Blog Freckled Nest eine Anleitung zum Selbermachen fand! Es geht wirklich ganz einfach: Man braucht eine sehr große Menge an Holzstäbchen zum Kaffee-Umrühren und eine funktionstüchtige Uhr mit glatter Oberfläche. Die Stäbchen werden an einer Seite angeschnitten und in zwei Schichten auf die Uhr geklebt.

Starburst Clock

Eine genaue Anleitung mit mehr Fotos gibt es drüben bei Freckled Nest. Ein gutes Wochenend–Projekt, finde ich – das Herstellen dürfte schnell gehen und das Ergebnis ist einfach klasse.

{photos: LA von Freckled Nest}

Holzliebe

September 20, 2011 § 12 Kommentare

Möbel aus Holz haben mich schon immer umgeben. Ich bin in einem alten niedersächsischen Bauernhaus aufgewachsen. In jedem Zimmer gab es uralte, verschnörkelte Schränke, die so tief waren wie die Vorstellungskraft reichte und voll mit Kleidung. Wunderbar, um sich zu verstecken. Eine alte Hochzeitstruhe gab es auch. Das war unsere Verkleidungskiste – alternativ natürlich auch ein ein tolles Versteck, wenn die Schränke schon alle besetzt waren.

Irgendein Verwandter (der Onkel meiner Mutter?) wagte sich winters an das Schnitzhandwerk und verbrachte Winterabende damit, wunderschöne, zierliche Beistelltische herzustellen und sie mit Sternmustern zu verzieren. Wie viel Zeit das gekostet haben mag! Er hat sie sich genommen, und er hat geliebt, was er mit seinen Händen erschaffen hat. Das sieht man auf den ersten Blick. Ich bin ihm sehr dankbar, denn in meinem Zimmer in diesem Haus stehen zwei dieser alten Schönheiten und halten Tee, Bücher und Wecker in Stellung.

Vielleicht kommt daher meine Liebe zu Möbeln aus massivem Holz. Ich mag mich mit Dingen umgeben, die „echt“ sind, authentisch, die Geschichte haben. Entweder eine Geschichte, die ich nicht kenne, oder eine, die ich selbst erzählen kann.

Zu unserem neuen Beistelltisch kann ich jedenfalls die Geschichte erzählen. Es ist ein Klotz aus Eiche, und er ist wunderschön geworden. Er ist so dunkel, weil ich ihn nach dem Schleifen mit dunkel gefärbtem Naturöl geölt habe. Einen solchen Klotz zu kaufen, wäre mir nicht in den Sinn gekommen, weil sie einfach sehr teuer sind. Als aber mein Freund T. anrief und mich fragte, ob ich einen Stamm im Sägewerk kaufen möchte, war ich Feuer und Flamme. Er wollte seinem Bruder einen solchen Klotz zum Geburtstag schenken, selbst einen oder zwei haben. Allerdings wollte das Sägewerk nur einen ganzen Stamm hergeben – sie würden ihn uns auch sägen.

Ein Besuch in dem idyllischsten Sägewerk, das ich je in meinem Leben besucht habe, folgte. Es ist unfassbar: Man fährt einen kleinen Sandweg zwischen Hecken entlang. Rechts liegt eine Staudengärtnerei mit den schönsten Pflanzen – so wunderbar angelegt, das man sich in einem verwunschenen Garten wähnt. Das Sägewerk selbst liegt in einer Talsenke am Fluss (natürlich). Über ihm thront ein Herrenhaus in einem verwilderten Garten, über und über mit Rosen bedeckt. Auch der steinerne Torbogen, durch den man zum Sägewerk fährt, ist rosenbewachsen. Ich konnte es kaum glauben.

Einmal dort, haben wir nicht lange gezögert und bei der Wahl zwischen Eiche und Buche uns für den Eichenstamm entschieden. Ein paar Tage später brachte T. mir meinen Klotz vorbei – für den ich grandiose 75 Euro bezahlt habe. Der Klotz sah dann so aus:

Mehrfach mit dem Bandschleifer geschliffen und dann abschließend geölt, ist er zu einer wahren Schönheit geworden. Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis – jedoch noch nicht mit seinem Standort. Mal sehen, wohin es ihn dann endgültig verschlagen wird in unserer Wohnung…

 

Wo bin ich?

Du durchsuchst momentan Beiträge mit dem Schlagwort Holz auf Kompromisslos toll..