Wer braucht schon Braten, wenn es Rotkohl gibt?

Dezember 7, 2011 § 7 Kommentare

Huiui, da war er, der sechste Dezember, unser Nikolaustag. Ich hoffe, Ihr habt ihn genossen, schöne Dinge geschenkt und vielleicht auch was bekommen. Ich bin so unadventlich drauf dieses Jahr. Darum Ignoranz gestern. Und ein exzellentes Winterrezept heute, denn:

Alle reden vom Braten. Ich vom Rotkohl.

Das war schon immer so. Bei diesen Winter-Festtagsessen hatte ich schon als Kind andere Prioritäten. Es gibt Braten? Hmhm, jaja. Aber doch wohl mit Rotkohl? Sehr gut! Rotkohl und die Bratensoße sowie die Tatsache, dass es Klöße (für Euch im Süden: Knödel) dazu gibt, machte die Vorfreude groß. Und das hat sich nicht geändert, jetzt wo ich so groß, erwachsen und unglaublich vernünftig bin.

Zeit also, ein Rezept mit Euch zu teilen. Für den besten Rotkohl der Welt. Da ich es selbst auch immer so mache, ist es ein Pi-mal-Daumen-Rezept. Keine Sorge, Ihr schafft das! Es empfiehlt sich übrigens, den Kohl morgens oder noch besser am Vortag zuzubereiten. Dann kann er richtig schön durchziehen und wird noch leckerer.

Ihr braucht für ca. 6 Portionen:

  •  Einen Rotkohl von ca. 1,5 kg (jaaha – lieber hinterher noch was vom weltbesten Rotkohl einfrieren!)
  • ungefähr drei Lorbeerblätter (je nach Größe mehr oder weniger)
  • ungefähr drei bis vier ganze Nelken
  • ungefähr drei bis vier Wacholderbeeren
  • zwei große Zwiebeln
  • drei Äpfel (oder ziemlich viele Backpflaumen. Ich würde sagen: eine sehr große Hand voll. Oder beides. Äpfel UND Pflaumen. Mmmh.)
  • Salz
  • Balsamico-Essig (nicht zu wenig da haben!)
  • Honig oder Zucker

Den Rotkohl fein schneiden oder raspeln (Tipp von meinem Vater, nachdem er meine grobe Schnippelei sah: Die Gurkenreibe ist das Werkzeug der Stunde…). Die Zwiebeln relativ fein würfeln. Die Äpfel schälen, wenn man möchte (halte ich für überflüssig), achteln und in Stücke schneiden.

In einem großen (also: SEHR großen, mindestens fünf Liter, eher mehr) Topf etwas Öl heiß werden lassen. Die Zwiebeln andünsten. Die Gewürze dazugeben, mit brutzeln lassen. Nach ca. 2 Minuten die Äpfel dazugeben, umrühren, mitdünsten lassen. Nach ca. 1 Minute den Rotkohl dazu geben. Und jetzt: Gut rühren, damit der Kohl auch etwas angeschmort wird!!! Das ist eine ganz schöne Arbeit bei dieser Menge! Nach ca. 2 Minuten Honig oder Zucker über den Kohl geben und: (Überraschung!) unterrühren, damit er leicht karamelisiert. Zwei Gläser Wasser dazugeben, nochmal umrühren, Deckel drauf. Den Herd runterstellen, damit der Kohl noch leicht vor sich hin schmort.

Ab und zu probieren, damit der Kohl die gewünschte Bissfestigkeit behält und nicht zu weich wird. Wenn er fertig ist, Salz und Balsamico dazu geben. Vorsicht: Nach und nach mehr nehmen, zwischendurch immer wieder abschmecken, damit der Kohl nicht zu salzig oder zu sauer wird.

Was mach ich nur…

Juni 24, 2011 § 10 Kommentare

 

… mit der Zucchini- und Johannisbeerschwemme, die mich gerade heimsucht? Nicht, dass ich mich ärgern würde… Die Nachbarn sind bei den Johannisbeeren pflückunwillig. Ist mir völlig unverständlich… Und den Vögeln will ich das Feld nicht kampflos überlassen – nicht ganz, jedenfalls. Heut Abend gibts dann erstmal Quark mit Johannisbeeren als Nachtisch.

Zucchini gibt der Garten auch her, wie schön. Ich liebe Zucchinipfanne mit Feta und Kräutern. Was macht Ihr denn so mit Zucchini? Und Johannisbeeren?

 

 

 

 

 

 

Letzte Wintermahlzeit??

April 7, 2011 § 7 Kommentare

Ja, wahrscheinlich ist sie es. Die letzte Wintersuppe. Es ist eine „klassische“ Rote-Bete-Suppe. Ich weiß, kein Fall für jeden. Aber ich, ich könnte täglich Rote Bete essen – naja, vielleicht wöchentlich. Jedenfalls ganz oft! Vor allem abends esse ich sehr oft solche pürierten Suppen.

Falls Ihr also noch Wintersuppenhunger verspüren solltet, hier kommt das Rezept:

Ihr braucht

  • eine große Knolle Rote Bete
  • eine große Zwiebel
  • 2 Äpfel (wenn sie klein sind, lieber drei!)
  • frischen Dill
  • Schmand oder saure Sahne
  • gekörnte Gemüsebrühe, Pfeffer

Die Rote Bete schälen und in relativ kleine Stücke schneiden. Den Apfel NICHT schälen und in relativ große Stücke schneiden! Die Zwiebel in mittelgroße Stücke schneiden… So ungefähr, ihr braucht nicht pedantisch zu sein 😉

In einem Topf etwas Öl erhitzen und Rote Bete, Zwiebel und Apfel darin anschmoren. Mit Wasser auffüllen, bis alles bedeckt ist, und mit Gemüsebrühe würzen. Aufkochen lassen, dann klein stellen und köcheln lassen, bis die Rote Bete gar ist. Dann alles mit dem Pürierstab pürieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Dill hacken. Die Suppe auffüllen, auf jede Portion einen Klecks saure Sahne oder Schmand geben und mit Dill garnieren.

Probably the last soup of winter! Do you like beetroot? Many people don’t. Beetroot tastes kind of earthy. I love it, could eat this soup every day. Mmmh lets say every week. Very often!! It’s a perfect soup for a small supper. So, if you feel hungry, here’s the recipe:

  • one big beetroot
  • one onion
  • two apples (if they are small, rather take three!)
  • fresh dill
  • sour cream
  • (granulated) vegetable broth

Peel beetroot and cut it into small pieces. DON’T peel the apples and cut them into bigger pieces. Peel the onion and cut it into medium-sized pieces – and don’t take it too seriously. Heat oil in a pot and roast beetroot, onion and apples. Fill up with vegetable broth until everything is covered. Boil it up, then let it simmer until the beetroot is done. Puree everything with the immersion blender. Season everything with pepper and salt.

Chop the dill. Fill the soup into soup plates. Blob a bit of sour cream on very plate. Garnish with dill. Mmmmh how yummy!

Initiative Sonntagssüß, Klappe die erste…!

März 20, 2011 § 9 Kommentare

Heute bin ich das erste Mal bei der Initiative Sonntagssüß von mat & mi, fräulein text und lingonsmak dabei! Es gab zum Frühstück für meine Familie, die zu Besuch da ist, American Pancakes nach dem Rezept aus der letzten Schrot&Korn. Hmmm lecker:

Und jetzt gehts erstmal ganz dringend ab in die tolle Frühlingssonne…. Habt nen schönen sonnigen Sonntag, ihr alle!

Schon was Leckeres im Kochtopf für nächste Woche? Bestimmt noch nicht über Linsen nachgedacht, oder?

Februar 13, 2011 § 2 Kommentare

Ist bestimmt lange her, stimmts? Bei mir auch, ich gebs zu. Obwohl ich sehrsehr auf Linsen stehe, auf Hülsenfrüchte allgemein. Eins meiner Lieblingsgerichte der Kindheit war Mamas leckerer Linseneintopf mit Lauch und Wiener Würstchen. Mmmhhmmm… Einen Löffel Essig auf den dampfenden Teller, und ab gehts!

Das ess ich zwar jetzt auch noch gerne – aber ich probiere auch gerne Neues aus. Meist stöber ich durch irgendwelche Rezeptbücher und wandle dann die Funde nach eigenem Gusto ab… Das war auch hier so. *Trooommmelwirbel*, denn heute gibt es – aufgepasst:

Französisschen Linsen-Spinat-Salat

aus dem tollen Kochbuch Natürlich kochen – der pure Genuss. Dazu später mehr – jetzt erstmal das Rezept! (Bitte entschuldiget die miesemiese Bildquali – Schnellschuss beim Abendessen…)

Ihr braucht für vier Personen (nach meinem Appetit eher drei Hungrige):

250g braune Linsen
2 zerdrückte Knoblauchzehen
1 TL körniger Senf (keinen süßen Senf!)
2 EL Rotweinessig
4 EL gutes Olivenöl
2 kleine rote (!!) Zwiebeln, halbiert und in feine Ringe geschnitten
Salz, schwarzer Pfeffer
4 EL gehackte Petersilie (nach Geschmack mehr oder weniger)
4 handvoll jungen (knackigen, frischen!) Blattspinat
70g Gorgonzola, wenn gewünscht

  • Nun die Linsen in einem Topf mit kaltem Wasser zum Kochen bringen. Die Hitze verringern und 20 bis 30 Min. leise köcheln lassen. Aufpassen, dass die Linsen bissfest bleiben!
  • Linsen abgießen und sofort mit Knoblauch, Senf, Essig, Öl, Zwiebeln und Gorgonzola mischen. Mit Salz (ruhig kräftig salzen, die Linsen haben ja noch kein Salz abgekriegt!) und Pfeffer abschmecken.
  • Vor dem Servieren den gewaschenen und (je nach Größe) grob gehackten Spinat sowie die Petersilie untermischen. Warm (jaaaaa!) oder zimmerwarm servieren.

(Entschuldigt bitte die miiesemiiese Bildquali – Schnellschuss vor dem Abendessen…) Wir hatten dazu gebratenes Lachsfilet, das Chefkoch Nr. 2 noch in Parmesan und Mehl paniert hatte. Ein Traum auf dem Teller, sag ich Euch! Lasst es Euch schmecken… Und sagt Bescheid, wenn Ihr es gekocht und es Euch geschmeckt hat! Ich bin neeeuuuugierig!

Nun nochmal zu dem Kochbuch: Natürlich kochen – der pure Genuss heißt der etwas zwiespältige Titel (als wenn man überredet werden müsste, regionale/saisonale Zutaten zu benutzen (passend zu Frau Liebes Einkaufskorb), weil alle meinen, dass das nix mit Genuss zu tun hätte – oder so…) Die Rezepte im Buch sind jedenfalls klasse. Durchweg einfache, schlichte Küche. Meist gehts auch noch schnell. Es gibt immer ein Basisrezept, zu dem dann alternative Zutaten vorgeschlagen werden. Genau meins, wo ich doch sowieso immer abwandle… Und viele Infos zum Saisonkalender, zum Einkaufen etc. Ohne Zeigefinger. Ich benutze das Buch jedenfalls ziemlich oft. Werde bestimmt nochmal ein (abgewandeltes…) Rezept daraus vorstellen.

Danke. Bitte. Auf Wiedersehen, ganz bald hoffentlich. Und schönen Sonntag noch.

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